Thermische Reinigung in der Chemiefaser-Industrie

Reinigung von Spinnpaketen

Die schonende und reproduzierbare Reinigung kompletter Spinnpakete und Spinndüsen ist ein wichtiger Faktor für die Faserproduktion, da hierdurch nicht nur ein einwandfreier Produktionsprozess, sondern auch eine hohe Standzeit dieser zentralen Produktionswerkzeuge gewährleistet werden.

 

Je nach Art des Polymers (PE, PA, PP) und Aufbau des Spinnpakets kann die Reinigung auch im zusammengebauten Zustand erfolgen. Die Entfernung des anhaftenden Polymers erfolgt in nur einem Arbeitsgang. Komplette Spinnpakete lassen sich nach der Reinigung leicht demontieren. Anorganische Reststoffe werden mittels einer abgestimmten Nachbehandlung wie zum Beispiel mit Ultraschall entfernt.

 

Das Reinigungssystem INNOVACLEAN zum Beispiel benötigt für den Reinigungsvorgang bei Temperaturen von 450 °C bis 480 °C zwischen drei und sechs Stunden. INNOVACLEAN eignet sich für die meisten Düsengeometrien, selbst für kritische Kapillargrößen. Das Reinigungssystem schließt jedwede thermische oder mechanische Beschädigung der Spinndüsen aus.

 

Spinnpaket (montiert) vor der Reinigung
Foto: Spinnpaket (montiert) vor der Reinigung
Spinnpaket (demontiert) nach der Reinigung
Foto: Spinnpaket (demontiert) nach der Reinigung
Spinnpaket vor / nach der Reinigung
Foto: Spinnpaket vor/nach der Reinigung

Reinigung von Meltblown-Düsen, -Düsenblocks

Meltblown-Düse vorher
Foto: Meltblown-Düse vorher
Meltblown-Düse nach der Reinigung
Foto: Meltblown-Düse nach der Reinigung

Beim Meltblown-Verfahren (Schmelzblas-Spinnvlies-Verfahren) tritt flüssiges Polymer unter hohem Druck aus einem Spinnbalken (Düsenbalken, Düsenblock) aus und wird mittels Hochgeschwindigkeits-Heißluft und -Kühlluft in feinste Fasern (Mikrofasern) zerblasen und verwirbelt, die von einem Trägersieb aufgefangen und abtransportiert werden. Auf diese Weise entstehen nichtgewebte Mikrofaser-Vliesstoffe, die je nach Anwendung in unterschiedlichster Dichte, Dicke, Saugfähigkeit, Festigkeit produziert und zu mehreren Lagen zusammengeführt werden können. Typische Produkte sind neben den bekannten Vlies-Hemden (fleece shirts) und Vlies-Jacken extrem leichte, aber hocheffiziente Atemschutzfilter, Kabinenfilter und Kraftstofffilter sowie auch voluminöse Absorptions- bzw. Isolationsmedien wie z.B. Windeln, Polstervliese oder Dämmmatten. Auch Einweg-Bekleidung / Einmal-Kleidung oder Staubsaugerbeutel werden aus Mikrofaser-Vliesen hergestellt.

 

Die Reinigung der oft meterlangen Spinnbalken bzw. Düsenbalken erfordert aufgrund der mikrofeinen Düsenöffnungen und -Geometrien ein möglichst schonendes Reinigungsverfahren. Das vollautomatische, thermische Reinigungssystem VACUCLEAN von SCHWING zum Beispiel heizt das Werkzeug zunächst langsam und besonders materialschonend auf, wobei bereits ein Großteil des erkalteten Polymere außen und innen abschmilzt und ausfließt. Bei ca. 450 °C erfolgt dann die eigentliche Reinigung durch kontrollierte Pyrolyse und Oxidation unter einer Vakuumatmosphäre des Spinnbalkens, je nach Größe und Geometrie des Werkzeugs innerhalb von 8 bis 30 Stunden. Jede thermische oder mechanische Beschädigung ist dabei ausgeschlossen und eine perfekte Reinigungsqualität ohne Kohlenstoffrückstände immer gewährleistet.

REINIGUNG VON SPINNPUMPEN

Spinnpumpe (montiert) vor der Reinigung
Foto: Spinnpumpe (montiert) vor der Reinigung
Spinnpumpe (demontiert) nach der Reinigung
Foto: Spinnpumpe (demontiert) nach der Reinigung

Die schonende und reproduzierbare Reinigung kompletter Spinnpumpen ist ein wichtiger Faktor in der Faserproduktion und gewährleistet eine hohe Standzeit dieser Maschinenkomponenten.

Die Reinigung der Spinnpumpen ist im zusammengebauten Zustand möglich, wobei die Entfernung des anhaftenden Polymers in nur einem Arbeitsgang erfolgt. Komplette Spinnpumpen lassen sich nach der Reinigung leicht demontieren.

Anorganische Reststoffe werden mittels einer abgestimmten Nachbehandlung wie zum Beispiel mit Ultraschall entfernt.

 

Das Reinigungssystem INNOVACLEAN zum Beispiel benötigt für den Reinigungsvorgang bei Temperaturen von 450 °C bis 480 °C zwischen drei und sechs Stunden. INNOVACLEAN und VACUCLEAN eignen sich grundsätzlich für alle Schmelzepumpen - von der kleinen Spinnpumpe bis zur großen Druckerhöhungspumpe. Das Reinigungssystem schließt jedwede thermische oder mechanische Beschädigung der Pumpen aus.

Reinigung von Schmelzeleitungen

Die einwandfreie Schmelzeverteilung in Spinnanlagen ist aufgrund der oft meterlangen Rohrleitungen mit komplizierten Geometrien eine kritische Angelegenheit. Die ehedem schwierige Wartung und Instandhaltung dieser für die Produktqualität wichtigen Komponenten wird im Falle von integrierten, statischen Mischern zusätzlich erschwert.

 

Die thermischen Reinigungssysteme MAXICLEAN von SCHWING mit kundenspezifischen Reinigungskammergrößen und integrierter Nachverbrennung sind hier eine gleichermaßen effektive wie wirksame Lösung. Anhaftende Polymere und deren Abbauprodukte werden bei der thermischen Reinigung in nur einem Arbeitsgang vollständig entfernt. Anorganische Reststoffe werden mittels einer abgestimmten Nachbehandlung entfernt. Das Fließverhalten einer thermisch gereinigten Schmelzeleitung entspricht durchaus dem einer neuen.

Natürlich können in den MAXICLEAN-Reinigungssystemen auch andere Komponenten aus Faseranlagen wie zum Beispiel Extruderschnecken, Schmelzepumpen usw. gereinigt werden. Für Spinnpakete und -düsen werden das Wirbelbettsystem INNOVACLEAN oder das Vakuumsystem VACUCLEAN eingesetzt, die selbst bei kritischsten Kapillargrößen bzw. -geometrien eine optimale Reinigung gewährleisten.


Damit wir Ihnen auf Ihre Fragen bzw. Ihren spezifischen Reinigungsbedarf genau zugeschnittene Informationen zukommen lassen können, beantworten Sie bitte den interaktiven Konfigurations-Fragebogen auf der SCHWING-Homepage. Zur Vorbereitung und für besonders eilige Anfragen verwenden Sie bitte das Anfrageformular "Thermische Reinigung".

Info Icon   Zögern Sie bitte nicht, unsere Spezialisten zu fragen. Wir helfen Ihnen gern!